In den höherklassigen Tischtennis-Staffeln gehen zwei emsländische Teams als Herbstmeister in die Rückserie.

 

 

Bei den Herren ist in der Landesliga für Union Meppen nach dem Verlust von drei Stammspielern der Klassenerhalt nur noch rechnerisch möglich. Ausnahmslos alles lief gegen das Schlusslicht, das viermal 7:9 und zweimal 6:9 knapp unterlag. In keinem Spiel stand die Bestbesetzung zur Verfügung. Mang Loi, auf den Union gesetzt hatte, stellte sich nur einmal zur Verfügung. Dabei war das Sextett auf den oberen Positionen mit Carsten Korte (8:8), Tobias Lammers (9:7) hochkarätig besetzt.

In der Bezirksoberliga liegt Olympia Laxten vier Punkte auf den führenden BSV Holzhausen zurück. Das Team erweckte den Eindruck, als hätte der Titel allenfalls sekundäre Bedeutung. So standen beim Remis gegen den Herbstmeister nur vier Stammspieler im Kader. Lediglich Julian Brand (8:7) war in allen Begegnungen dabei. Die besten Bilanzwerte verbuchten Alexander Keller (11:5) und Eduard Beck (8:1). Die Doppel präsentierten nicht einmal Mittelmaß (15:16).

Den erwartet schweren Stand hatte der Aufsteiger VfL Emslage mit nur zwei Siegen.   Der Klassenprimus Christoph Schepers (16:2) kann es als Alleinunterhalter nicht richten. Die Situation ist aber nicht aussichtslos, denn das Schlusslicht hat noch Tuchfühlung zu den fünf Clubs des Mittelfeldes. Positiver Faktor: Die Mannschaft musste nie auf Ersatz zurückgreifen, was für den inneren Zusammenhalt spricht. Es muss jedoch noch an der idealen Doppelkombination gefeilt werden.

In der Bezirksliga sorgte der Neuling SV Bawinkel für frischen Wind. Die Hinserie war de facto ein Bewerbungsschreiben für die Bezirksoberliga. Der Herbstmeister ist noch ungeschlagen, spielte jedoch zweimal remis. Davon war der Punktverlust gegen den SV Wissingen II total unnötig. Spielerische Leitfigur ist Kevin Kurbjuweit, der im Ranking dieser Staffel sowohl im Einzel (16:2) als auch im Doppel mit Timo Wintels (9:2) vorne liegt.

Der letztjährige Absteiger BW Papenburg liegt nach dem Blackout gegen die SF Oesede III (7:9) einen Zähler zurück. Auf den Spitzenpositionen waren Sebastian Memering (16:2) und der wiedererstarkte Elmar Kuper (12:2) eine Bank. Die Doppel waren dagegen nicht konstant unterwegs.

Olympia Laxten II startete verheißungsvoll, ließ dann nach und war in den letzten drei Spielen sogar ohne Chance. Mit dem 9:6-Sieg gegen die TSG Dissen zeigte die Mannschaft, dass sie an guten Tagen jedem Gegner gefährlich werden kann. Dennoch ist das Team nur drei Punkte vom Abstiegsplatz entfernt. Lediglich Axel Sehring (9:8) verpasste pflichtbewusst keinen Einsatz.

Bei den Damen strebt Union Meppen in der Bezirksoberliga nach zwei Jahren den Wiederaufstieg an. Bei der 5:8-Niederlage gegen die TSG Dissen war der Herbstmeister indisponiert, sonst aber stets präsent. Der Verfolger Jahn Delmenhorst wurde mit 8:4 auf Distanz gehalten. Klassenbeste ist Stephanie Eichhorn (20:1), aber auch Anja Brand (13:7) überzeugte.

In der Bezirksliga hat der SV Bawinkel II nur einen Minuspunkt mehr auf dem Konto als der Spitzenreiter SF Oesede, doch ist die Titelverteidigung ohne die abgewanderte Franziska Hartdegen kaum zu realisieren. Einen respektable Einzelbilanz erreichte Stefanie Kalmer (20:4).

Union Meppen II hat weder mit dem Auf- noch Abstieg zu tun. Mit dem 7:7-Remis gegen den Herbstmeister SF Oesede leistete der Neuling wertvolle Schrittmacherdienste für Bawinkel. Extrem wichtig für Union war Brigitte Fischer (13:2).

Will mit Union Meppen nach oben: Anja Brand.

                                                                 Foto: G. Bruns