Der 11-jährige Simon Penniggers aus Lingen gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten im niedersächsischen Tischtennis-Sport und ist dabei, seine Leistungsgrenzen auszutesten.

 

 

Obwohl er Probleme mit einer Asthma-Erkrankung hatte, waren Inline-Skating und Leichtathletik ursprünglich das Faible des Lingeners, der außerdem einmal Stadtmeister im Ballwurf war. Eine Pressemeldung zu einem

Tischtennis-Schnuppertraining bei Olympia Laxten war dann für den damals sechsjährigen Jungen der Beginn einer vielversprechenden Laufbahn. Erster richtungsweisender Erfolg für den jungen Sportler, der inzwischen frei von Asthma ist, war der Sieg bei den von Union Meppen ausgerichteten "Emsland Open" in der Kategorie Schüler C. In dieser Altersklasse etablierte er sich später als Dritter der Landesmeisterschaften und als Fünftplatzierter der Landesrangliste auch in der absoluten niedersächsischen Elite.

Aktiv ist Simon für Olympia derzeit in der Schüler-Bezirksliga, die den Einzugsbereich von Osnabrück bis Jever abdeckt.

Er bekennt sich offensiv zu seiner Leidenschaft und sagt: "Seit ich angefangen habe, macht mir Tischtennis sehr viel Spaß. Und es hat sich bisher nicht geändert, weil es ein schneller und spektakulärer Sport ist."

Sich selbst stuft er als Offensivspieler mit variablen Aufschlägen und gutem Vorhand-Topspin ein. Experten loben seine Nervenstärke, so dass er auch in extremen Situationen sein bestes Tischtennis abrufen kann. Was selten ist: Er benötigt keinen Glücksbringer, braucht keine Rituale und kennt keinen Angstgegner. Auf die Palme bringt ihn gelegentlich ein sogenannter Materialspieler oder wenn der Gegner völlig ohne Effet spielt. Fußball ist übrigens die Sportart, in der er sich absolut talentfrei bezeichnet.

Als Wegbereiter seiner Erfolgsserie nennt er die Übungsleiter am Bezirksstützpunkt in Osnabrück, die Landestrainer in Hannover und stellvertretend für den Laxtener Betreuerstab Jochen Lager.

Auf die Frage nach dem "Spiel seines Lebens" antwortet er bezeichnend: "Das habe ich noch nicht gehabt." Und der Lingener hat noch viel vor: "Ich möchte einmal Deutscher Meister werden und in der Bundesliga spielen." Natürlich ist ihm bewusst, dass es noch ein weiter Weg ist. Dafür trainiert er in Laxten und Osnabrück vier- oder fünfmal die Woche. Dazu kommen noch Wochenendlehrgänge in Hannover,  manchmal Ländervergleiche sowie Punktspiele und Turniere.

Eine besondere Wertschätzung war für ihn die Auszeichnung als "Emsländischer Sportler des Jahres 2017", ferner die Nominierung für den Talent-Cup in Düsseldorf  mit den 24 besten Spielern des Jahrgangs 2006 aus ganz Deutschland und die Teilnahme am länderübergreifenden "Benjamin-Cup" in Arnheim.