In der Tischtennis-Damenverbandsliga steht der Saisonstart unmittelbar bevor.

 

 

Auch nach dem Abstieg aus der Oberliga hat der SV Bawinkel seinen positiven Spirit nicht verloren. Von Untergangsstimmung keine Spur, eine leichte Katerstimmung ist  inzwischen abgearbeitet. Die Mannschaft geht gelassen, aber zuversichtlich in die neue Saison. Nach dem Verlust von Antonia Joachimmeyer ist der Titelgewinn nicht die primäre Option, alles andere wäre auch eine Realitätsverschiebung. Zu den allgemeinen Erwartungen äußert sich die Spartenleiterin Rita Pleus ganz klar: "Wir wollen in der oberen Hälfte mitspielen."

Absolute Führungsspielerin im emsländischen Team ist nach wie vor die charismatische Claudia Meer, die ein großes Durchsetzungsvermögen hat. An  Position zwei spielt Nina Längert, unberechenbar im positiven Sinne, weil sie an guten Tagen jede Gegnerin schlagen kann. Nummer drei ist die erfahrene Rita Pleus, eine starke Konterspielerin und Identifikationsfigur im Verein. Es folgt die Teamchefin Andrea Trepohl, eine Mannschaftsspielerin par excellence, die eigene Bedürfnisse immer hinten anstellt. Langfristig soll der Neuzugang Pauline Hellwege, die in Lingen studiert, in das Gefüge eingebaut werden. Ihr fehlt nach längerer Pause noch die Spielpraxis.

In der Favoritenrolle sieht der SV Bawinkel den Mitabsteiger TuSG Ritterhude, der im Team nur die Nummer vier ausgetauscht hat. Aber auch der personell unveränderte letztjährige Tabellendritte Werder Bremen mit der bärenstarken Russin Tatjana Pokrovskaya ist zu beachten. Schwer einzuschätzen ist der SV Wissingen II, im Vorjahr auf Rang vier. Das Personalkarussell hat sich in diesem Verein mächtig gedreht. Die Mannschaft musste zwei Akteurinnen an die 1. Garnitur abgeben, lediglich Leonie Krone ist verblieben. Eine Bereicherung für die Staffel ist zweifellos der TuS Sande II, zumal sich der Club durch Heidi Xu vom Mitaufsteiger Hundsmühler TV wesentlich verstärkt hat.

Der SV Bawinkel freut sich besonders auf das Derby mit dem Hoogsteder SV, der sich erst in der Relegation gerettet hat und erneut zu den gefährdeten Teams gehört. Bangen müssen auch der TuS Fleestedt trotz der starken Doppel und vor allem der personell geschwächte Hundsmühler TV.

 

In Topbesetzung spielt der SV Bawinkel mit Rita Pleus (links), Claudia Meer, Nina Längert und Andrea Trepohl.

                                    Foto: Georg Bruns