Der SC Spelle/Venhaus hat sich einmal mehr als Ausrichter einer Tischtennis-Großveranstaltung bewährt und sorgte bei der 37. Auflage des internationalen Grenzvergleiches in jeder Hinsicht für ein wohltuendes Ambiente, was auch von den niederländischen Gästen anerkannt wurde.

 

Um es vorwegzunehmen: Die Premiere der Kreise Emsland und Grafschaft Bentheim als gemeinsames Regionsteam Ems-Vechte ging gründlich daneben. Die Mannschaft war zwar schlagkräftiger, konnte aber den niederländischen Mannschaften, die vor allem in den weiblichen Konkurrenzen professioneller agierten, nur im Ansatz Paroli bieten.

Gespielt wurde nach deutschem Modus mit je drei weiblichen und männlichen Jahrgangsstufen. Jede Altersklasse umfasste vier Aktive, so dass die Mannschaft insgesamt aus 24 Akteuren bestand. Wie immer wurde der Kreisvergleich in Form eines Einzelturniers durchgeführt. Je nach Platzierung erkämpften die Spieler Punkte für die Mannschaftswertung.

Die vom Teamchef Christian Lühn (Olympia Laxten) angeführte Regionsauswahl hatte etliche gravierende Schwachpunkte, die nicht zu kompensieren waren. Die deutsche Mannschaft stellte mit dem Quartett der Schüler B nur eine siegrechte Altersklasse. Für ein wenig Balsam sorgten somit Marian Schupe, Danny Schenk (beide Olympia Laxten), Leon Vehring (SV Bawinkel) und Rico Janzen (VfL Rütenbrock), die insgesamt 30 Punkte für die Gesamtwertung beisteuerten. Eine exponierte Stellung nahmen auch Madelief Kyrah Neutel (Union Emlichheim) und Finn Wilmink (SV Bawinkel) ein, die als Viertplatzierte ihrer Konkurrenz jeweils neun Zähler erkämpften. Etwas glücklos agierte Luca Wolke (SV Esterwegen), der bei der männlichen Jugend in der Vorrunde ein schweres Los hatte, sich aber steigerte und in der Einzelwertung Rang sieben belegte. Fast alle anderen Aktiven hatten einen Stammplatz im unteren Bereich. Schmerzlich vermisst wurden Leistungsträger wie Simon Penniggers (Olympia Laxten), Constantin Lüske (SV Bawinkel) und die abgewanderte frühere Meppenerin Antonia Joachimmeyer.

Die niederländischen Mannschaften, durch Gebietsreformen fast übermächtig geworden, waren mit einem relativ großen Anhang angereist und hatten folglich in der Halle auch akustisch die Oberhand. Im Vergleich zur deutschen Auswahl sorgte eine Vielzahl von Betreuern und Trainern für eine effektive Wettkampfgestaltung.

In der Endabrechnung dieses Turniers lag der überlegene niederländische Titelverteidiger Regio Oost mit 196 Punkten erneut vorn. Dahinter positionierten sich die Regio Noord (176) und das abgeschlagene deutsche Team Ems-Vechte (96).

Zuversicht vor dem Turnier: Das deutsche Regionsteam Ems-Vechte.

                                                                                              Foto: G. Bruns