In der Tischtennis-Damenverbandsliga nahm die Hinserie für den SV Bawinkel ein unerwartet positives Ende.

 

 

Um es vorweg zu sagen: Der emsländischen Traditionsmannschaft gebührt Respekt. Dabei ließ der verhaltene Saisonstart mit 6:8-Niederlagen gegen starke Gegnerinnen aus Hoogstede und Sande die Pessimisten laut werden. Doch allen Unkenrufen zum Trotz verfolgte das Team weiterhin mit Vehemenz das selbstgesteckte Ziel, in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Während die Konkurrenten abbauten, entwickelten die Emsländerinnen einen tollen Spirit und rollten das Feld von unten auf. Der 8:3-Reisesieg beim Hundsmühler TV war der Auftakt einer einzigartigen Siegesserie. Temporäre Probleme hatte die Crew im weiteren Verlauf lediglich beim 8:5-Sieg gegen den letztjährigen Mitabsteiger TuSG Ritterhude, der ebenfalls einen misslungenen Saisonauftakt hatte und jetzt wieder oben mitmischt.

Absoluter Knalleffekt der Hinserie war das Finale. Der SV Bawinkel entthrohnte den damaligen Spitzenreiter Werder Bremen mit 8:2, und das in fremder Halle. Den Schlussakkord setzte übrigens der Tabellenletzte SV Wissingen II, der sich tags darauf  gegen Werder mit 8:6 behauptete und damit den Emsländerinnen die alleinige Tabellenführung bescherte.

Die Statistiken sind ein Beleg für den Reifeprozess des emsländischen Quartetts. Konstanz entwickelten vor allem die Doppel, die beide ein Gesamtresultat von 7:2 verbuchten. Die Vorgaben wurden auch in den Einzeln erfüllt: Claudia Meer (16:7), Nina Längert (15:6) , Rita Pleus (15:7) und Andrea Trepohl (8:11), die mehr als nur eine Sympathieträgerin ist.

Der SV Bawinkel hat als Herbstmeister das erste Etappenziel erreicht und muss versuchen, diesen einzigartigen Flow in die Rückrunde zu transportieren.

 

Claudia Meer gehört zu den Topspielerinnen der Verbandsliga.

                                                                       Foto: G. Bruns