In der zurückliegenden Spielzeit hat der SV Bawinkel in der Tischtennis-Damenverbandsliga nichts ausgelassen: Frustration am Saisonbeginn, später ein Rückschlag und schließlich ein Happy End als Meister.

 

In der Anfangsphase kassierte der emsländische Club zwei hauchdünne 6:8-Niederlagen, womit die Titelchancen scheinbar frühzeitig perdu waren. Doch während sich die vier Auftaktsiege des Grafschafter Konkurrenten Hoogsteder SV später als Mogelpackung erwiesen, nahm der SV Bawinkel den umgekehrten Weg. Die Mannschaft war kein Solisten-Orchester, sondern hielt den Teamgedanken hoch und legte die anfängliche Instabilität ab. Der weitere Verlauf der Hinserie war frei von Minuspunkten. Wichtig war der 8:5-Heimsieg gegen die TuSG Ritterhude, brillant der 8:2-Reisesieg bei Werder Bremen, womit sich das Team am letzten Spieltag als Herbstmeister an die Spitze setzte.

In der Rückrunde revanchierten sich die Emsländerinnen gegen den TuS Sande II und den Hoogsteder SV für die Hinspiel-Niederlagen. Mit jedem Sieg stieg der Börsenwert. Mit dem Remis in eigener Halle gegen starken Gäste von Werder Bremen konnte man leben. Ungleich schwerer wog die 2:8-Niederlage bei der TuSG Ritterhude, als unter schwierigen Hallenverhältnissen alles gegen die Bawinkelerinnen lief. Fortan war es an der Tabellenspitze ein Zweikampf auf Augenhöhe. Das emsländische Quartett war dem Druck gewachsen und machte am letzten Spieltag in einem Finale furioso mit 8:3 beim Tabellendritten TSV Hollen quasi die Reifeprüfung. Bei Punktgleichheit mit der TuSG Ritterhude musste im Titelkampf das Spielverhältnis entscheiden, in dem die Emsländerinnen acht Zähler im Vorteil waren.

Zweifellos war der SV Bawinkel ein wenig vom Glück begünstigt, das die Mannschaft sich aber mit viel Fleiß erarbeitet hat. Der neue Meister war trotz einiger Pleiten physisch und mental im Gleichgewicht, so dass der Aufwand meistens den erforderlichen Ertrag brachte. In der Stammformation gab es keinen Ausfall: In der Rückrunde imponierte Nina Längert dank einer vielseitigen Schlagtechnik mit einer Einzelbilanz von 18:5. Ähnlich erfolgreich war Claudia Meer (14:5), die fast immer richtig zum Ball steht. Konstant und effizient agierte Rita Pleus (11:6), längst eine Vereinsikone. Im Soll war auch Andrea Trepohl (10:10), die noch nie einen so fein temperierten Ball spielte. Eine zuverlässige Konstante im Team waren ebenfalls die Doppel (12:6).

Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten: Andrea Trepohl.

                                                                                  Foto: G. Bruns