In den Tischtennis-Bezirksligen blieben die emsländischen Vereine ohne Titel.

Im Herrenbereich war das Emsland in der Bezirksoberliga mit vier Clubs vertreten. Der personell aufgerüstete VfL Emslage war zwar nicht fehlerfrei, spielte aber konstant und ging hinter dem überlegenen Osnabrücker SC mit zehn Minuspunkten und mit Fortuna im Bunde als Vizemeister ins Ziel. Sechsmal spielten die Remiskünstler unentschieden, so oft wie keine andere Mannschaft. Von den sieben Stammspielern fehlte Tim Schipper in keiner Begegnung. Wie im Vorjahr war Christoph Schepers ungefährdeter Klassenprimus (28:4).

Der punktgleiche Neuling SV Bawinkel haderte ein wenig mit dem Schicksal. Der Tabellendritte hatte in der Hinserie ein temporäres Problem und blieb viermal am Stück ohne Sieg. Platz zwei wurde endgültig am letzten Spieltag mit dem Remis beim Absteiger BW Papenburg vergeben, und das in Bestbesetzung. Die Mannschaft war spezialisiert auf enge Spiele und siegte insgesamt fünfmal hauchdünn mit 9:7.  Ein Spieler mit Perspektive ist Timo Wintels, der keinen Einsatz verpasste und  außerdem besonders erfolgreich (23:13) war.    

In einer durchwachsenen Saison konnte Olympia Laxten nie mit "bester Kapelle" antreten und landete mit einem negativen Punktverhältnis enttäuschend auf Rang sieben, womit die die Relegation nur knapp vermieden wurde. Damit ist das Herrenteam zur Nummer drei in der emsländischen Hierarchie abgedriftet. Die Mannschaft war zwar ein Angstgegner für den TV Hude III (9:3 und 9:7), leistete sich aber unnötige Punktverluste. Von den zwölf eingesetzten Aktiven überzeugten die beiden Spitzenspieler Alexander Keller (27:7) und Marius Varel (14:6).

Der sofortige Abstieg des Aufsteigers BW Papenburg entsprach der Vorsehung, da Elmar Kuper komplett fehlte und Sebastian Memering aus beruflichen Gründen nur zwei Einsätze hatte. In der Rückrunde konnte das Schlusslicht zwar Boden gutmachen, doch reichte es nicht einmal ansatzweise. Positiv in Erinnerung bleibt der 9:6-Heimsieg gegen Olympia Laxten. Auf hohem Niveau agierte das Doppel mit Thomas Winsenborg und Markus Priet (17:3).

Union Meppen hatte sich nach weiterem Substanzverlust freiwillig in die Bezirksliga zurückgezogen. Obwohl Carsten Korte (30:4) der klassenstärkste Einzelspieler war, kämpfte die Mannschaft mit dem ersten Ballwechsel ums Überleben. Zehn bescheidene Pluspunkte ergaben in der Endabrechnung den Relegationsplatz acht, der auch erst mit dem 9:2-Sieg gegen die Spvg. Niedermark am letzten Spieltag gesichert wurde.

Bei den Damen hatte der Aufsteiger Union Meppen in der Landesliga einen schweren Stand. Bei zwei hauchdünnen 6:8-Niederlage fehlte das notwendige Quäntchen Glück. Am Ende reichte es nur zu Rang acht. Lediglich Stephanie Eichhorn spielte positiv (26:16).

In der Bezirksliga übertraf Union Meppen II, im zweiten Jahr in dieser Staffel, als Vizemeister alle Erwartungen. Die sehr temperamentvolle Truppe fügte dem Spitzenreiter TV Wellingholzhausen den einzigen Minuszähler zu. Wichtige Faktoren waren die sportlich stark verbesserte Ronja Zaudtke und Silke Löcken, verantwortlich für den inneren Zusammenhalt.

 

Eine starke Saison absolvierte Ronja Zaudtke (Union Meppen).

                                                                                                Foto: G. Bruns