Gravierende Leistungsunterschiede kennzeichneten die zahlenmäßig relativ kleine 1. Damenbezirksklasse. Überhaupt nicht vertreten war die Grafschaft Bentheim, eine Hochburg im weiblichen Tischtennis-Sport.

 

Mit dem ersten Ballwechsel nahm die SG Walchum, im Vorjahr auf Rang drei, eine exponierte Stellung ein und gab die Tabellenführung nicht mehr ab. Bei der einzigen  Niederlage am letzten Spieltag war der Titel längst unter Dach und Fach. Glänzende Einzelbilanzen verbuchten Ramona Wiebeziek (23:2) sowie die reaktivierten Andrea Thomes und Susanne Walker (je 16:3).

Obwohl der Titelverteidiger SV Hilkenbrook lediglich zwei Punkte zurückliegt, war die SG Walchum faktisch nie erreichbar. Der späte 8:4-Sieg gegen den Meister war nicht mehr als eine Imagepolitur. Ausschlaggebend war zuvor die 4:8-Niederlage bei der SG Bramsche, als zwei Stammspielerinnen nicht zur Verfügung standen. Andrea Suhl schaffte 25 Einzelerfolge, was keiner anderen Akteurin der Liga gelang.

Die SG Bramsche führt das Mittelfeld an. Die Mannschaft hatte einen hervorragenden Saisonstart, konnte das Niveau aber in der Rückrunde nicht mehr halten. Die absolut stärkste Leistung war das Spiel gegen den Meister SG Walchum, auch wenn es am Ende 6:8 hieß. Aus der eingespielten Stammformation sind Kerstin Determann (23:5) und Sylvia Spieker (14:8) hervorzuheben.

Der letztjährige Vizemeister Raspo Lathen lief der Musik hinterher. Ohne Marina Winter gelangen in der Rückserie nur zwei bescheidene Siege. Konstant gut agierten nur Irmgard Schlüter (19:12) und Maria Garbe (19:11).

Längst vorbei sind die goldenen Zeiten bei BW Lorup, wie bescheidene sechs Pluspunkte belegen. Lediglich beim 8:6-Sieg gegen Raspo Lathen blitzte altes Können auf. Von den sieben eingesetzten Akteurinnen spielten nur Laura Gerdes (13:7) und Karin Munk (7:3) positiv.

Auf dünnem Eis bewegte sich auch der punktgleiche Aufsteiger SV Rastdorf. Bei den hauchdünnen 6:8-Niederlagen gegen die SG Bramsche und den SV Hilkenbrook fehlte das notwendige Quäntchen Glück. Mithalten konnte Martina Sanders (14:13).

Das Schlusslicht SG Walchum II konnte lediglich einige Nadelstiche setzen. Ein Riesenspiel absolvierte das Team gegen die SG Bramsche (7:7). Jedoch erreichte keine Spielerin eine positive Einzelbilanz.

Mit 25 Einzelerfolgen verbuchte Andrea Suhl (SV Hilkenbrook) die meisten der Liga.

                                                                                  Foto: G. Bruns