Den Erwartungen entsprachen in der 2. Tischtennis-Herrenbezirksklasse Nord die Entscheidungen sowohl im Titelkampf als auch im Tabellenkeller.

 

Der Haselünner SV startete furios, war aber in der Rückrunde nur Mittelmaß und  rettete sich ins Ziel. Von den 15 eingesetzten Akteuren fehlten Wolfgang Böle und Holger Müller nur einmal, waren außerdem am erfolgreichsten.

Konstant gut spielte der Vizemeister SV Esterwegen. Stimmungshöhepunkt war zweifellos der 9:7-Sieg gegen den Spitzenreiter Haselünner SV. Eine tragende Säule im Mannschaftsgefüge ist nach wie vor Michael Breer (26:6).

Der VfL Emslage II führt das Mittelfeld an, hatte sich aber etwas mehr erwartet. In der Rückserie war ein wenig Sand im Getriebe, wie auch die 7:9-Niederlage beim Absteiger RW Heede belegt. Ein Spieler mit Führungskompetenz war Mathias Temmen (27:8), der keinen Einsatz verpasste, .

Eine geschlossene Einheit bildete der punktgleiche SV Surwold, der nur ein einziges Mal auf Ersatz zurückgreifen musste. Ein Angstgegner war das Sextett für den SV Esterwegen (9:6 und 9:5). Unumstrittener Leistungsträger ist Jens Hillebrand (28:8).

BW Lorup, das stärkste Team der Rückrunde, liegt einen Zähler zurück. Ein Riesenspiel absolvierte die Mannschaft gegen den SV Esterwegen (9:1).  Auf den Spitzenpositionen imponierten Gerd Gerdes (30:4) und Sven Wilmes (19:14).

Sparte Werlte stellte zwar mit dem ungeschlagenen Rainer Klaßen den Klassenprimus, weist aber dennoch bereits einen negativen Punktestand auf. Es war bezeichnend, dass der Club mit 16 Akteuren den größten Spielerverschleiß hatte.

BW Papenburg II hat nicht mehr das Niveau früherer Jahre. Den alten Zugpferden schwinden die Kräfte. Positiv in Erinnerung bleibt das Remis gegen den Meister Haselünner SV.

Der Neuling Raspo Lathen konnte sogar gegen Topteams Nadelstiche setzen, hatte aber Substanzverlust in der Rückrunde und rettete sich erst in der Relegation. Der Spitzenspieler Lechowicz Wlodzimierz (19:15) hat endgültig seine Verletzung überwunden.

Der Haselünner II kam trotz guter Besetzung nicht über Platz neun hinaus. Vier 7:9-Niederlagen sind ein Indiz für schwache Nerven.

Nur ein einjähriges Gastspiel gab das Schlusslicht RW Heede. Entscheidend war der temporäre Ausfall wichtiger Leistungsträger. 

Noch immer ein Ästhet am Tisch: Holger Müller vom Meister Haselünner SV.

                                                                                               Foto: G. Bruns