In den überregionalen Tischtennis-Staffeln steht der Punktspielstart bevor.

 

In der Herren-Bezirksoberliga ist der emsländische Kreis mit drei Clubs vertreten. Von diesen strebt der amtierende Vizemeister VfL Emslage, zur Nummer eins im Emsland aufgestiegen, erneut den Aufstieg an. Nominell spielt die Mannschaft unverändert, wurde in der Breite aber durch die Neuzugänge Wlodzimierz Lechowicz und Carsten Brockhaus aufgewertet. Der bisherige Ligaprimus Christoph Schepers kann auf Topniveau (fast) alles richten.

Ärgste Konkurrenten sind der Absteiger Quitt Ankum und der SV Bawinkel, der in der vergangenen Saison erst am letzten Spieltag gescheitert ist. Es scheint ein Reifeprozess in Gang gekommen. Neu in der Stammformation ist der offensiv ausgerichtete Jonas Saalfeld, der als neue Nummer drei das Sextett nochmals verstärkt. In der Hinterhand hat der Club noch Finn Wilmink, den derzeit stärksten Jugendlichen des Emslandes.

Olympia Laxten war in der vergangenen Saison nur Mittelmaß. Diesmal ist durchaus mehr möglich, weil neben dem Erfolgsgaranten Alexander Keller der Spitzenspieler Marius Varel wieder früheres Niveau erreicht hat. Auf den unteren Positionen kommen ausnahmslos Routiniers zum Einsatz. Ergänzt wurde das Team durch den Rückkehrer Klaus Fietzek. Bei Olympia ist jedoch immer entscheidend, welche Akteure in wichtigen Situationen zur Verfügung stehen.

In der Herren-Bezirksliga steht der Absteiger BW Papenburg vor einem Neuanfang. Die Mannschaft ist nicht auseinandergefallen und von einer Untergangsstimmung weit entfernt. Bei objektiver Lesart kann der Club durchaus etwas bewegen und im Titelkampf mitmischen. Die Königspersonalie ist nach wie vor Sebastian Memering, der in der vergangen Spielzeit aus beruflichen Gründen nur wenige Einsätze hatte. Ein Fragezeichen gibt es bei Elmar Kuper, der verletzungsbedingt im Vorjahr komplett ausgefallen war.

Ein belebendes Element für die Liga ist zweifellos der Aufsteiger Concordia Emsbüren, obwohl Verstärkungen ausgeblieben sind. Primärziel ist der Klassenerhalt, alles andere ist Zugabe. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, entscheiden bei Concordia oft einzelne Momente. Impulsgeber in der etwas unausgeglichenen Stammformation ist der Kreativspieler Tobias Schülting.

Union Meppen, mit viel Glück in der Klasse verblieben, steht erneut mächtig unter Druck. Der Kader ist mit neun Aktiven bestückt, wobei man jedoch nicht mit allen Akteuren permanent planen kann. Absolute Protagonisten im Team sind Carsten Korte und Tobias Lammers.

Den Verbleib in der Damen-Landesliga hat der ursprüngliche Absteiger Union Meppen durch Staffelverschiebungen verlängert. Durch Ronja Zaudtke, die sich zu Recht einen Stammplatz gesichert hat, ist in dieser Saison mehr möglich. Unumstrittene Nummer eins im Personaltableau ist die kaum zu schlagende Stephanie Eichhorn. Orientierungspunkte im Überlebenskampf sind der Elsflether TB und die TTG Nord Holtriem.

Kaum eine andere Mannschaft zeigt derart viel Mut wie Union Meppen II, überraschend nachträglich in die Damen-Bezirksoberliga aufgestiegen. Dabei musste der Neuling eine wichtige Stammspielerin abgeben, die durch den Neuzugang Annika Knurr ersetzt worden ist. Die Marschrichtung jedoch gibt noch immer Brigitte Fischer an.

In der Damen-Bezirksliga feiert der SV Bawinkel II nach einer Auszeit ein sportliches Revival. Der Meister von 1917/18 spielt mit bewährten Kräften und wird mit Andrea Trepohl im Titelkampf eine Hauptrolle übernehmen.

Der Neuling SG Walchum gehört wahrlich nicht zur Laufkundschaft der Liga. Minimalziel ist ein Platz im Mittelfeld. Erfolgsgarantin ist die Edeltechnikerin Ramona Wiebeziek. En belebendes Element wird auch die reaktivierte Kerstin Kiep sein.

 


Kevin Kurbjuweit fordert mit dem SV Bawinkel den VfL Emslage heraus.

                                                                                                 Foto: Georg Bruns