Die niederländische Provinz Regio Oost hat die 38. Auflage des internationalen Tischtennis-Grenzvergleichs zeitlich und organisatorisch gut bewältigt, leichte Mängel gab es jedoch in der öffentlichen Dokumentation der Ergebnisse. Erstmals war auch der Kreis Steinfurt beteiligt, so  dass das Turnier als Vierkampf ausgetragen wurde.

 

Um es vorwegzunehmen: Das Regionsteam der Kreise Emsland und Grafschaft Bentheim konnte zwar phasenweise mithalten, musste sich bei objektiver Lesart  aber mit der Außenseiterrolle begnügen. Dabei ist diese Leistungsdelle wahrlich kein temporäres Phänomen. Die Mannschaft war zwar schlagkräftiger als im Vorjahr, konnte aber vor allem in den weiblichen Konkurrenzen kaum Paroli bieten.

Gespielt wurde nach deutschem Modus mit je drei weiblichen und männlichen Jahrgangsstufen. Jede Altersklasse umfasste vier Aktive, so dass die Mannschaft insgesamt aus 24 Akteuren bestand. Wie immer wurde der Kreisvergleich in Form eines Einzelturniers durchgeführt. Je nach Platzierung erkämpften die Spieler Punkte für die Mannschaftswertung.

Die vom Teamchef Christian Lühn (Olympia Laxten) angeführte Regionsauswahl hatte etliche gravierende Schwachpunkte, die einfach nicht zu kompensieren waren. Erstmals in der 38-jährigen Geschichte gab es keine siegreiche Altersklasse. Lediglich in zwei Konkurrenzen erkämpfte sich das Quartett des Regionsteams Rang zwei.  Der dramatische Einbruch bei der weiblichen Jugend und der Altersklasse der Schülerinnen B machte aber die wenigen positiven Eindrücke wieder zunichte.

Für ein wenig Balsam sorgte Lars Hoffschröer (SV Bawinkel), der in der Einzelwertung seiner Altersklasse immerhin Platz drei erkämpfte und damit 14 Punkte für seine Mannschaft verbuchte. Achtbar geschlagen haben sich bei der männlichen Jugend auch Luca Wolke (SV Esterwegen) und Finn Wilmink (SV Bawinkel), die gegen hochklassige internationale Konkurrenz zusammen immerhin 21 Zähler für ihr Team beisteuerten.

Die niederländischen Mannschaften, durch Gebietsreformen fast übermächtig geworden, waren mit einem relativ großen Anhang angereist und hatten folglich in der Halle auch akustisch die Oberhand. Im Vergleich zur Regionsauswahl sorgte eine Vielzahl von Betreuern und Trainern für eine effektive Wettkampfgestaltung.

In der Endabrechnung dieses Turniers lag die niederländische Regio Noord mit 242 Punkten knapp vor dem Titelverteidiger Regio Oost mit 229 Punkten. Dahinter positionierten sich der Kreis Steinfurt (203) und das abgeschlagene Regionsteam Ems-Vechte (139).

 

Zuversicht vor dem Turnier: Das Regionsteam Ems-Vechte.

                                                                                              Foto: Georg Bruns